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Beteiligungsstrategie Kanton Zürich: Mehr Transparenz über Risiken und Verantwortung

Marc Bochsler
20. Juni
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Aug.

Der Kanton Zürich ist an vielen Unternehmen und Organisationen beteiligt. Diese Beteiligungen erfüllen wichtige öffentliche Aufgaben. Doch sie bringen auch erhebliche finanzielle, politische und strategische Risiken mit sich. Daher ist es wichtig, dass der Kantonsrat einen klaren Überblick über diese Beteiligungen erhält.


Mit der neuen Beteiligungsstrategie Kanton Zürich liegt nun ein Bericht vor. Dieser stellt die bedeutenden Beteiligungen des Kantons umfassend dar. Die SVP begrüßt diesen Schritt grundsätzlich. Der Kantonsrat hatte mit der Revision des Kantonsratsgesetzes gefordert, dass zu Beginn jeder Amtsdauer eine solche Strategie vorgelegt wird.


Warum die Beteiligungsstrategie wichtig ist


Hinter jeder Beteiligung stehen Fragen, die für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler relevant sind:


  • Weshalb hält der Kanton diese Beteiligung?

  • Welchen Nutzen bringt sie für die Bevölkerung?

  • Welche finanziellen Risiken bestehen?

  • Welche politischen oder reputationsbezogenen Risiken können entstehen?


Gerade weil der Kanton letztlich Eigentümer ist, muss er diese Fragen transparent beantworten.


Erste Auslegeordnung statt echte Gesamtstrategie


Der Bericht des Regierungsrates bietet eine hilfreiche Übersicht über die bestehenden Beteiligungen, Eigentümerstrategien und rechtlichen Grundlagen. Damit wird erstmals eine Gesamtschau geschaffen.


Aus Sicht der SVP bleibt die Vorlage jedoch hinter den Erwartungen zurück. Der Bericht beschreibt vor allem die bestehenden Eigentümerstrategien der einzelnen Organisationen. Eine strategische Gesamtsicht des Kantons als Eigentümer ist noch zu wenig erkennbar.


Risiken für den Kanton müssen stärker sichtbar werden


Besonders wichtig ist die Risikobetrachtung. Heute wird oft dargestellt, welchen Risiken die einzelnen Unternehmen ausgesetzt sind. Entscheidend ist jedoch eine andere Frage:


Welche Risiken entstehen für den Kanton Zürich und damit für die Steuerzahler?


Dabei geht es insbesondere um:


  • finanzielle Risiken

  • politische Risiken

  • Reputationsrisiken

  • Haftungs- und Folgekosten


Nur wenn diese Risiken transparent aufgezeigt werden, kann der Kantonsrat seine Aufsichtsfunktion wirksam wahrnehmen.


SVP fordert stärkere Eigentümersicht


Die SVP erwartet, dass die nächste Beteiligungsstrategie deutlich substanzieller ausfällt. Der Regierungsrat soll künftig klar aufzeigen:


  • weshalb eine Beteiligung gehalten wird,

  • welchen konkreten Nutzen sie für den Kanton Zürich hat,

  • welche Risiken daraus entstehen,

  • und wie sich die Beteiligungen in die Gesamtstrategie des Kantons einfügen.


Bericht zur Kenntnis genommen – Erwartungen bleiben hoch


Die SVP verzichtet bewusst auf eine Rückweisung des ersten Berichts. Es handelt sich um die erste Beteiligungsstrategie nach neuem Recht. Wichtig ist nun, dass der Regierungsrat die geäußerten Erwartungen aufnimmt und die nächste Vorlage deutlich weiterentwickelt.


Denn eines ist klar: Wer Verantwortung für bedeutende Beteiligungen trägt, muss auch Transparenz über Chancen, Risiken und Kosten schaffen. Nur so kann der Kantonsrat seine Oberaufsicht wahrnehmen und die Interessen der Zürcher Steuerzahlerinnen und Steuerzahler wirksam vertreten.


Die Bedeutung von Transparenz in der Politik


Transparenz ist ein Grundpfeiler der Demokratie. Sie fördert das Vertrauen der Bürger in die Institutionen. Wenn wir über Beteiligungen sprechen, müssen wir auch die Verantwortung betonen, die damit einhergeht. Es ist wichtig, dass die Bürger die Entscheidungen nachvollziehen können. Nur so können sie sich ein Bild von der Arbeit ihrer gewählten Vertreter machen.


Verantwortung und Rechenschaft


Politiker müssen für ihre Entscheidungen Verantwortung übernehmen. Das gilt besonders in Bezug auf öffentliche Mittel. Wenn der Kanton in Unternehmen investiert, sollte klar sein, wie diese Investitionen den Bürgern zugutekommen.


Die Bürger haben das Recht zu wissen, wie ihr Geld verwendet wird. Eine offene Kommunikation über Risiken und Chancen ist daher unerlässlich.


Fazit


Die Beteiligungsstrategie des Kantons Zürich ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Sie bietet einen Überblick über die Beteiligungen und deren Risiken. Dennoch bleibt noch viel zu tun. Die nächste Strategie muss klarer und transparenter sein. Nur so können wir das Vertrauen der Bürger gewinnen und erhalten.


Ich setze mich dafür ein, dass wir als Politiker die Verantwortung ernst nehmen. Wir müssen die Bürger über alle Aspekte der Beteiligungen informieren. Nur so schaffen wir eine hohe Lebensqualität und ein starkes Vertrauen in die Politik.

 
 
 

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