Budget 2026 Kanton Zürich: Rekordausgaben statt Prioritäten
- Marc Bochsler
- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Budget 2026 Kanton Zürich: Rekordausgaben statt Prioritäten
Mit dem Budget 2026 überschreitet der Kanton Zürich erstmals die Marke von 20 Milliarden Franken Ausgaben. Aus Sicht der SVP ist damit eine finanzpolitische Schallmauer durchbrochen worden, die nicht einfach ignoriert werden darf.
Gerade in einer Zeit zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheiten, geopolitischer Spannungen und steigender Belastungen für Familien, Gewerbe und Mittelstand wäre finanzielle Zurückhaltung angezeigt. Stattdessen wachsen die Staatsausgaben innert eines Jahres um rund 725 Millionen Franken beziehungsweise 3,7 Prozent.
Zürich hat kein Einnahmenproblem
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Zwischen 2016 und 2024 erzielte der Kanton Zürich Überschüsse von nahezu 4 Milliarden Franken. Auch für das Jahr 2025 wird erneut ein Überschuss von rund 700 Millionen Franken erwartet.
Das Problem liegt deshalb nicht auf der Einnahmenseite. Das Problem ist das stetige Wachstum der Ausgaben. Der Staat wächst schneller als Bevölkerung und Wirtschaft. Diese Entwicklung ist langfristig nicht nachhaltig.
Die SVP forderte eine Begrenzung des Ausgabenwachstums
Im Rahmen der Budgetberatungen setzte sich die SVP gemeinsam mit der FDP dafür ein, das Ausgabenwachstum zu begrenzen. Ziel war es nicht, Leistungen abzubauen, sondern Prioritäten zu setzen und die Mehrausgaben um durchschnittlich zwei Prozent zu reduzieren.
Leider fehlte dafür im Kantonsrat die notwendige Unterstützung. Insbesondere GLP und Mitte waren nicht bereit, den angekündigten Kurswechsel mitzutragen.
Wer bezahlt die steigenden Staatsausgaben?
Die Rechnung bezahlen am Ende jene, die täglich arbeiten, Steuern zahlen und Verantwortung übernehmen: Familien, Gewerbe und Mittelstand.
Gleichzeitig steigen Krankenkassenprämien, Wohnkosten, Gebühren und weitere Abgaben. Hinzu kommt ein anhaltendes Bevölkerungswachstum, das zusätzliche Investitionen in Schulen, Gesundheitswesen, Infrastruktur, Sicherheit und Verwaltung notwendig macht.
Die SVP ist überzeugt: Eine verantwortungsvolle Finanzpolitik muss diese Zusammenhänge offen ansprechen und die langfristigen Folgen für den Standort Zürich berücksichtigen.
Für gesunde Finanzen und tiefere Steuern
Die SVP steht für gesunde Staatsfinanzen, eine effiziente Verwaltung, tiefe Steuern, sichere Gemeinden, eine starke Wirtschaft sowie eine sichere und bezahlbare Energieversorgung.
Der Kanton Zürich braucht keine immer grösser werdende Verwaltung. Er braucht klare Prioritäten, finanzielle Disziplin und den Mut, das Ausgabenwachstum zu bremsen.
Denn eines ist klar: Ein starker Kanton braucht nicht einen immer grösseren Staat, sondern eine starke Bevölkerung, erfolgreiche Unternehmen und einen leistungsfähigen Mittelstand.
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